Unterlidchirurgie

L

Seitliche Unterlidsenkung: HYPOKANTHUS

Der äußere Lidwinkel steht normalerweise nicht tiefer als der innere Lidwinkel. In angeborenen oder altersbedingten Fällen führt ein Tieferstand zu einer seitlich abfallenden Lidachse und Ektropiumneigung.

Fetthernien: ORBITAFETTPROLAPS

Fettläppchen finden sich normalerweise zwischen den Wänden innerhalb der Augenhöhle und den beweglichen Strukturen (Auge, Muskeln und Membranen). Bei Schwäche der elastischen Membranen oder Vergrößerung des Fettvolumens können sie sich am Lid auffällig vorwölben und Fehlstellungen des Lides verursachen.

J

Sichelförmige Falten oder Wülste: MALARDEGENERATION

Diese Degeneration der Hautmuskelschicht liegt zwischen Lid und Wange. Sie kann nur als dünne Hautfalte stören oder bei Muskelödem zu einem dicken Wulst anschwellen, was sogar das Brillentragen behindert.

N:

Einwärtsrollung, Wimpernscheuern: ENTROPIUM

Membranen und Bänder im Unterlid fixieren den Muskelstreifen (Orbikularis) horizontal und vertikal. Bei Schwächung des Bindegewebes kann der Muskelstreifen nach oben über den Lidrand rutschen und die Wimpern nach innen drehen.

Auswärtskippung: EKTROPIUM

Wegen der nachlassenden Spannung der Bänder und Membranen kippt der Lidrand nach aussen, sodass die Innenseite des Lides nicht mehr am Auge anliegt und die rote Bindehaut sichtbar wird.

Ü

Wiederherstellende Chirurgie: REKONSTRUKTION

Liddefekte mit Gewebsverlust entstehen durch Tumorexzision, Trauma und ungeeignete plastische Chirurgie.