Maligne Lidtumore

Basaliom, nodulär

Basaliom, sklerodermiform

Meibomkarzinom

Plattenepithelkarzinom

Merkelzelltumor

Melanom

Bestimmung und Bewertung maligner Lidtumore

In der Mehrzahl der Fälle kann man maligne Lidtumore am Biomikroskop (Spaltlampe) in der Praxis erkennen und einordnen ohne dass eine Gewebsprobe nötig ist. Bei Tumorrezidiven (Wiederauftreten des Tumors) ist zwar die Art des Tumors bereits bekannt, während die Ausdehnung viel schlechter beurteilbar ist als beim Primärtumor. Deshalb sollte man eine inkomplette Entfernung unbedingt vermeiden, mit einem ausreichenden Sicherheitsabstand resezieren und vielfältige Rekonstruktionstechniken (wiederherstellende Lidchirugie) beherrschen, um nicht zu einer möglichst knappen Resektion verleitet zu werden. Die mikrographische Moh-Technik s.u. bietet eine wichtige Kontrolle über die Tumorfreiheit der Resektionsränder.

Mikropraphische Moh-Technik

Bei der Technik nach Moh wird der Herd mit einem Sicherheitsabstand von 3 mm ausserhalb der makroskopischen Grenzen des Tumors entfernt. Mit dieser Gewebeprobe kann der Tumor histologisch klassifiziert werden. Außerhalb werden schmale Randstreifen von 0,5 mm gewonnen und nach der Orientierung gekennzeichnet. Diese Randstreifen werden einzeln auf Tumorreste untersucht.

Randexzisonen nach der Mohtechnik an vier Rändern des Tumors.

Rezidive neigen zu subkutanem Wachstum. Zwischen dem schwarzen und dem gelben Pfeil ist das Rezidiv sichtbar. Medial (weisser Pfeil) sieht man keinen Tumor. In der Histologie werden allerdings auch hier Tumorreste entdeckt.


Basaliome werden mit einem Sicherheitsabstand von 3mm außerhalb der sichtbaren Turmorgrenzen entfernt. Bei Karzinomen und Melanomen ist dieser Abstand größer.

Nach der Resektion des Hauptpräparats (0) im Sicherheitsabstand von 3 mm werden Randstreifen (1,2,3,4) für die Histologie gewonnen.

   


Die pentagonale Resektion und Transposition der Lidreste ist möglich, falls der Defekt ca. 1/3 beträgt. Bei etwas größeren Defekten kann das laterale Lidband durchtrennt werden (roter Pfeil). Durch diese sog. Kantholyse erreicht man ein Lockerung des lateralen Lidrestes.

Bei größeren Defekten kann man rechtwinklig resezieren und die hintere und vordere Lidlamelle separat rekonstruieren

Große Unterlidrekonstruktion